Karsten Drath auf einer 18.000 Euro Spenden-Reise für mehr Bildung und Widerstandskraft junger Menschen

Warum ein erfolgreicher Unternehmer und Executive Coach seinen Urlaub nutzt, um jungen Menschen das Reisen zu ermöglichen

Heidelberg. „Strampeln für einen guten Zweck“ – so lautet das Motto von Executive Coach Karsten Drath von Leadership Choices. Der Resilienz-Experte wird mit seinem Tourenrad im Juni 2017 von Heidelberg nach Verona fahren und dabei ca. 1.000 Kilometer zurücklegen und 10.000 Höhenmeter überwinden.

„Mit meiner Tour möchte ich 18.000 € für Reisestipendien sammeln und dabei an zwei Reisen anknüpfen, die ich vor rund 30 Jahren selbst unternommen habe“, erklärt Drath sein Vorhaben. Als Schüler wollte Drath sowohl Schottland als auch Island näher kennenlernen, doch er hatte kein eigenes Geld für die beiden Reisen. Er bewarb sich jeweils um ein Reisestipendium bei zis, einer Organisation, die seit mehr als 60 Jahren Stipendien an Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren für selbstorganisierte Recherchereisen vergibt. Die zis-Stiftung ermöglicht mit den Stipendien jungen Menschen, neue Erfahrungen und Eindrücke zu gewinnen, indem sie Kreativität und Neugier fördern und von den Stipendiaten einen großen persönlichen Einsatz verlangen. Voraussetzung für ein zis-Stipendium ist das Alleinreisen, das Bestreiten der Reise nur mit der Stipendiensumme von 600€, ein persönliches Reisethema sowie eine abschließende schriftliche Dokumentation des gesamten Projekts. (www.zis-reisen.de)

Vier bzw. fünf Wochen dauerten die Trips, sein bewilligtes Budget betrug damals nie mehr als umgerechnet 400 €. Unmöglich? Nein, Karsten Drath kam damit aus und machte dadurch wertvolle Erfahrungen, die bis heute für ihn unbezahlbar sind. „Nach einer nicht einfachen Kindheit lernte ich durch diese beiden Reisen, dass ich alleine 1.700 Kilometer mit dem Fahrrad fahren und dabei nass werden konnte, ohne zu verzweifeln. Ich habe gelernt, dass ich fünf Wochen lang mit nur 400 € auskommen konnte und dabei trotzdem eine gute Zeit hatte. Ich habe gelernt, wie es ist, von Abschiebung bedroht zu werden und wie man diese Situation so umdreht, dass man letztlich ein Interview mit der Staatspräsidentin bekommt.“ Durchhaltevermögen und Widerstandskraft waren die ausschlaggebenden Faktoren, die den damaligen Schüler schließlich an sein Ziel gebracht haben. Heute nennt man diese Eigenschaften Resilienz und Drath hat die Stärkung der Resilienz erfolgreich zu seinem Beruf gemacht.

„Ich habe damals erfahren, dass Limitierungen nur Konstrukte in unseren Köpfen sind und deshalb möchte ich, dass möglichst viele Jugendliche die Chance für diese Einsichten erhalten. Ich möchte 18.000 € an Spendengeld einfahren, um damit zwanzig Jugendliche zu fördern“, lautet das selbst gesetzte Ziel von Karsten Drath.

Ein Stipendium kostet heute inklusive Betreuungskosten 900€, die Erfahrungen, die man dabei sammelt, sind jedoch viel wertvoller. „Mir haben die beiden Studienreisestipendien von zis geholfen, meinen Horizont zu weiten, mein Verständnis von dem, was möglich ist, auszubauen und mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Deshalb ist die Spendenfahrt im Juni eine richtige Herzensangelegenheit für mich!“

Das Spendenkonto ist bereits eröffnet. Mehr Informationen dazu finden Sie unter: https://betterplace.org/p53158

 

Samstag, 10. Juni 2017

Inzwischen hat Karsten Drath Prad am Stilfser Joch erreicht und mit uns ein paar Eindrücke geteilt:

„Am 3. Juni bin ich in Heidelberg gestartet. Mittlerweile bin ich seit 8 Tagen unterwegs und habe 6 Länder durch- und die Alpen überquert. Zunächst ging es den Rhein hoch, durch das Elsass. Anschließend ging es über den Schwarzwald an den Bodensee, um zis in Überlingen einen Besuch abzustatten. Danach ging es via Bregenz um den Bodensee herum und dann auf der Schweizer Seite wieder den Rhein hoch bis Vaduz, Liechtenstein. Von dort ging über Davos sowie den Flüela- und Ofen-Pass  Die gestrige Königsetappe führte mich schließlich auf das Stilfser Joch, mit knapp 2.800 Metern der zweithöchste Pass der Alpen – und echt steil.

Unterwegs hatte ich viele tolle Begegnungen. Maik Brandt, der Bürgermeister von Meckesheim hat mich auf meine Reise verabschiedet. In Davos wurde ich von Nuot Lietha empfangen und bekam sogar ein Radtrikot für meine Reise geschenkt. Mit Flavia Tosi, dem Bürgermeister von Verona sind wir noch in Verhandlung. Dort werde ich am Sonntag ankommen.

Michl Orth, Maria-Xenia Hardt und Harri Morgenthaler haben mich auf meiner Reise jeweils ein stückweit begleitet, was sehr schön war.

Auch in den Medien fand die Aktion einigen Anklang: Radio Regenbogen und das Schwarzwald-Radio berichten mit O-Tönen von der Reise. Im Rhein-Neckar-Fernsehen hatte ich einen Live-Auftritt und sowohl der Mannheimer Morgen als auch die Rhein-Neckar-Zeitung berichteten mit einem wohlwollenden Artikel: NRZ – 10 Tage, 1000 Kilometer, 10.000 Höhenmeter. Aktuell fehlen noch 6.000€ zu meinem Ziel. Bitte unterstützt dieses Projekt, indem Ihr darüber mit anderen sprecht, diese Mail an potentielle Spender weiterleitet oder selber spendet.“

Mehr Hintergründe zu diesem Projekt gibt es hier: https://betterplace.org/p53158

Mehr Infos zur Reise selbst (mit täglichen Live-Videos) gibt es hier: https://www.facebook.com/karsten.drath

 

 

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